preisträger 2006

Verbrauchernah und kritisch sind sie, die Gewinnerbeiträge des Helmut Schmidt Journalistenpreises 2006. Am 03. November wurden die Auszeichnungen in Hamburg von der Direktbank ING-DiBa zum elften Mal vergeben.

1. Preisträger: Hubert Seipel


Mit seiner 45-minütigen WDR-Reportage »Und du bist raus. Wie Investoren die Traditionsfirma Grohe auspressen« überzeugte Hubert Seipel die Jury. Der Beitrag zeigt, wie Grohe, Hersteller hochwertiger Badezimmer-Armaturen und einstiger Familienbetrieb, von ausländischen Geldgebern auf Profitmaximierung optimiert wird – mit fatalen Folgen für die deutsche Belegschaft.

2. Preisträgerin: Nadine Oberhuber


»Risiko des langen Lebens« hat Nadine Oberhuber ihren prämierten Beitrag in »Die Zeit« betitelt. Darin deckt sie auf, wie Rentenversicherer mit ihren Berechnungsgrundlagen tricksen und somit die Verbraucher täuschen. Ziel der Konzerne: Vertragsverkäufe anzukurbeln mittels Versprechungen, die später nicht gehalten werden könnten.

3. Preisträger: Thomas Leif



Thomas Leif wurde für seinen Beitrag »Gelesen, gelacht, gelocht. Vom Irrsinn der Berater-Republik« ausgezeichnet. Der Titel der TV-Reportage ist Programm: Leif geht auf Spurensuche im Sumpf des Beratertums und fördert Unglaubliches zutage. Teure und unsinnige Gutachten, bezahlt von der öffentlichen Hand, sind demnach in Deutschland viel zu oft an der Tagesordnung. Das SWR-Feature berichtet von Expertisen, die keiner braucht, und Studien, die einfach nur haarsträubend sind.