Preisträger 2014

Bastian Obermayer, Uwe Ritzer (vlnr.)

1. Preisträger: Bastian Obermayer und Uwe Ritzer

Den ersten Platz belegen Bastian Obermayer und Uwe Ritzer mit ihrem im Januar 2014 in der Süddeutschen Zeitung erschienenen Beitrag "Abgefahren". Darin berichteten die Autoren, der ADAC als mit Abstand größter Automobilclub Europas habe bei der Wahl zum "Lieblingsauto der Deutschen" massiv manipuliert. Der damalige ADAC-Geschäftsführer sprach zunächst von einer "Schande für den Journalismus". Doch schon wenige Tage später gab der Automobilclub die Fälschungen zu.

Marc Bauder

2. Preisträger: Marc Bauder

Für seinen Film "Master of the Universe", der im vergangenen Herbst in Deutschlands Kinos lief, erhält Marc Bauder den zweiten Preis. Darin gewährt sein Protagonist - der ehemalige Investmentbanker Rainer Voss - beängstigende Einblicke in eine "größenwahnsinnige, quasi-religiöse Parallelwelt hinter verspiegelten Fassaden." Ziel des unter anderem vom Hessischen Rundfunk und vom SWR unterstützten Filmprojekts war es, eine Geschichte über die Finanzwelt von innen heraus zu erzählen.

Stefan Aust und Thomas Ammann (vlnr.)

3. Preisträger: Stefan Aust und Thomas Ammann

Stefan Aust und Thomas Ammann erhalten den dritten Preis für ihre Dokumentation "Der geplünderte Staat". In dieser Koproduktion von NDR und ARTE unter der redaktionellen Verantwortung von Kathrin Bronnert und Kuno Haberbusch zeigen die Autoren, wie mithilfe von Öffentlich-Privaten Partnerschaften (ÖPP) die staatliche Schuldenbremse umgangen wird und neue Milliardengräber für die Steuerzahler entstehen. Als Beispiele führen die Preisträger unter anderem die Hamburger Elbphilharmonie und den Neubau des Pariser Justizpalastes ins Feld.