Preisträger 2001

Erster Preisträger 2001 in der Kategorie TV war Olaf Kumpfert mit seinem Beitrag »Stichprobe Überweisungen« für das ZDF-Wirtschaftsmagazin WISO. Der Fernseh-Journalist konnte anhand von Stichproben belegen, wie leichtfertig Überweisungsaufträge mit ungültigen Unterschriften, erkennbar sinnlosen Verwendungszwecken und vor allem nicht zuzuordnenden Konto-Inhabern von den Banken behandelt werden.

Stephanie Heise von der WirtschaftsWoche errang mit ihrem Beitrag »Vorsicht Falle« den Sieg in der Kategorie Print. Sie zeigte darin auf, dass hinter den Empfehlungen von Analysten sich oft massive Eigeninteressen der Banken verbergen. Nach Meinung der Jury gelang es ihr, diese komplexen Hintergründe am Beispiel der T-Aktie »aufklärend, nützlich – und in jeder Phase verständlich« darzulegen.

In der Kategorie Radio belegte Bettina Weiz mit ihrem Beitrag »Grünanlagen – Streifzug durch die Welt der ethischen und ökologischen Geldanlagen« für Bayern 2 den ersten Platz. Sie unterscheidet in ihrem Beitrag drei Ansätze der ökologischen Geldanlage: Zum ersten die direkte Förderung grüner Projekte, wobei der Renditegesichtspunkt eher im Hintergrund steht. Zweiter Ansatz ist die Investition in so genannte Ökofonds, Fonds, die nur in Unternehmen mit klar ökologischer Ausrichtung investieren, also zum Beispiel in Betreiber von Windkraftanlagen. Leider tummeln sich gerade unter den Anbietern ökologischer und ethischer Fonds auch viele dubiose Anbieter, worauf Bettina Weiz deutlich hinwies. Dritter Ansatz einer ökologischen Anlage ist die Investition in Unternehmen mit hoher Ökoeffizienz. Das sind Unternehmen, die ökologische Reserven besonders effizient nutzen und dadurch mittelfristig eine hohe Rendite erwirtschaften. Fazit: Je weniger grün es wird, desto besser die Renditechancen.

In der Kategorie Internet nahm Christoph Öfele von der Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre e.V. für deren Website "anlageschutzarchiv.de" den ersten Preis entgegen. Die Seite beschäftigt sich mit unseriösen Finanzangeboten aus dem so genannten "Grauen Kapitalmarkt" und bietet ein Archiv über alle Veröffentlichungen zu dubiosen Geldanlagen in der Presse. Nach Meinung der Jury bietet die Homepage einen hohen Nutz- und Gebrauchswert für den Verbraucher.